Epilepsie beginnt häufig schon im Kindesalter

 

Freising (TV-Wartezimmer) Die Hälfte der Epilepsie-Erkrankungen beginnt vor dem zehnten Lebensjahr, sogar zwei Drittel vor dem zwanzigsten Lebensjahr. Und Epilepsie zählt zu den zehn häufigsten Diagnosen, die bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren im Rahmen einer stationären Behandlung gestellt werden. Insgesamt sind etwa 0,5 bis 1 Prozent aller Menschen von epileptischen Anfällen betroffen. Epilepsie ist nach Migräne die zweithäufigste chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems.

Immer am zweiten Montag im Februar findet der Internationale Epilepsietag statt: Die Kampagne dieses vom International Bureau for Epilepsy (IBE) und von der International League for Epilepsy (ILAE) initiierten Tages soll unter anderem zur Verbreitung von Wissen über Epilepsie beitragen, aber auch die Stigmatisierung der Betroffenen durch Aufklärung abbauen. Dieses Ziel verfolgt auch TV-Wartezimmer, Europas größtes Gesundheits-TV-Netzwerk: „Mit unserem Patientenfilm ‚Epilepsie‘ tragen wir zur Aufklärung der Bevölkerung bei, so dass Betroffene nicht nur akzeptiert sondern auch rechtzeitig behandelt werden können!”, erklärt Markus Spamer, der Gründer und Geschäftsführer des in Freising ansässigen Unternehmens.

Der Patientenfilm „Epilepsie” von TV-Wartezimmer erklärt eindrucksvoll die Vorgänge, wenn Hirnströme aus dem Gleichgewicht kommen: Ob wach oder schlafend – das Gehirn ist ständig aktiv, Nervenzellen kommunizieren unablässig und Signale wandern zwischen ihnen als elektrische Entladungen. Eigentlich ein stabiles und kontrolliertes Gleichgewicht. Doch wenn viele Nervenzellen gleichzeitig „feuern”, entsteht eine Art Kurzschluss im Gehirn, als würde die Sicherung im Kopf durchbrennen und das Licht ausgehen: Epilepsie.

Epileptische Anfälle sind vorübergehende Funktionsstörungen im Gehirn mit der Folge eines kurzfristigen Kontrollverlusts über Körper und Psyche. Doch Epilepsie äußert sich sehr unterschiedlich: Manche Anfälle dauern nur wenige Sekunden und machen sich kaum bemerkbar (Absencen), andere halten länger an und werden von Zuckungen und Krämpfen begleitet, auch das Bewusstsein kann dabei verloren gehen. Epilepsie ist in den meisten Fällen medikamentös gut behandelbar, so dass ein normaler Alltag möglich ist.

Hier gibt’s den Film: Epilepsie


Epilepsie beginnt meist im Kindesalter.

Foto: Monika Torloxten / pixelio.de

 

 

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