Abenteuer „stilles Örtchen“

 

Mittelhessen (red) – Der Toilettengang ist für viele Menschen ein nicht erwähnenswerter Vorgang. Ja, manchmal auch ein Tabuthema. Dabei gibt es spektakuläre Toiletten in schwindelerregender Höhe, aus purem Gold oder Dusch-WCs, die durchaus sehenswert sind. Der Sanitärtechnik-Spezialist Geberit hat sich auf die Suche nach ganz besonderen stillen Örtchen begeben und ist dabei auf diese skurrilen Geschichten gestoßen.

 

Teurer Toilettengang
So befindet sich das teuerste Klo des Universums auf der Raumstation ISS und hat sage und schreibe 19 Millionen Dollar gekostet. Auch Astronauten müssen mal. Doch das sind erschwerte Bedingungen in der Schwerelosigkeit, daher werden die Oberschenkel mit stoffbezogenen Bügeln fixiert. Die Toilette arbeitet mit Unterdruck und zieht alles in einen Hohlraum. Weltraumfahrer proben für dieses besondere Geschäft schon auf dem Boden in speziellen Trainingseinrichtungen. Übrigens kann die Toilette mit dem stolzen Preis auch Urin in Trinkwasser umwandeln. Es ist eben alles etwas anders im All.

Hightech in Japan
Wer Hightech sucht, muss aber nicht gleich abheben. In Japan ist so manche Toilette nur etwas für ausgefuchste Technikfans. Bedienpanels wohin das Auge reicht, beheizte Klobrillen und ein verstellbarer Warmwasserstrahl. Purer Luxus. Auch die duftverströmenden Düsen sorgen für einen angenehmen Aufenthalt. Abgerundet wird das Erlebnis durch das Soundsystem, die integrierte Beleuchtung und die automatische Spülung. Auch in Deutschland ist die gehobene Ausstattung auf dem Vormarsch. Der Hersteller Geberit ist einer der Pioniere und bietet mit seinem Dusch-WC AquaClean ein Qualitätsprodukt, das sich zudem ganz intuitiv bedienen lässt.

Sitzung mit Ausblick
Für einen wahren Adrenalinkick sorgt die Toilette in der Nähe von Stegastein, Norwegen, wo man während der Sitzung einen atemberaubenden Ausblick genießt. Das spezielle stille Örtchen ist nämlich über den Aurlandsfjord in 650 Metern Höhe gebaut. Und bei diesem Ausblick über die Berge und das Meer ist es nicht verwunderlich, wenn es mal länger dauert. Doch nicht nur in Norwegen gibt es Toiletten weit über dem Meeresspiegel. Auch auf dem Mont Blanc können Bergsteiger ihr Geschäft in schwindelerregender Höhe verrichten: 2007 wurden zwei WCs in 4.260 Metern Höhe errichtet.

Luxus in seiner reinsten Form
Es geht nicht nur höher, sondern auch pompöser. Im „Guggenheim Museum” in New York ist derzeit eine Kloschüssel aus 18-karätigem Gold ausgestellt. Besucher dürfen sie für das alltägliche Geschäft benutzen. Allerdings sollte man sich nicht zu ungestört fühlen – das gute Stück wird natürlich bestens überwacht. Auch die Japaner haben besondere Luxustoiletten. So steht in Tokio ein ganz besonderes Klosett. Besetzt ist das edle Stück mit 72.000 Kristallen im Wert von knapp 100.000 Euro. Auch die Toilette in Ichiara ist einen Blick wert. Inmitten eines mit Blumen bewachsenen 200-Quadratmeter-Geländes steht das schlichte weiße Örtchen in einem Glaskasten. Sonst nichts. Diese Touristenattraktion haben sich die Japaner 125.000 Dollar kosten lassen.

Geschäft im ewigen Eis
Und das kälteste Klo? Das befindet sich im ewigen Eis am Südpol. Laut Antarktis-Vertrag dürfen nämlich keine menschlichen Hinterlassenschaften im Eis verbleiben. Das heißt, alles, was die Notdurft erfordert, muss wieder zurück auf den Kontinent transportiert werden. In Basislagern gibt es chemische Toiletten. Deren Inhalt wird dann per Hubschrauber ausgeflogen und ordnungsgemäß entsorgt.

 

 

Nur was für Schwindelfreie.   Foto: Geberit

 

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