Außer Atem –

 

und nach Luft schnappend vor Hetze und Anstrengung – wie oft passiert uns das? Unser Atem, Ausdruck unserer Lebendigkeit: Wir nehmen ihn bewusst kaum noch wahr. Gelegentlich spüren wir das Bedürfnis, Atempausen einzubauen in unseren Alltag. Nur wie! Dabei verdanken wir unser Leben einer Mund-zu-Mund-Beatmung Gottes. Er teilte uns sein Lebendigsein mit, indem er uns „seinen Atem einhauchte” (Gen. 2,7). Unser Atem ist also Atem aus Gott.

Wie wäre es mit folgender drei-Minuten-Übung für jeden Tag? (Vielleicht vor offenem Fenster, mit Sauerstoff und Vogelgesang.) Wir wollen unseren Atem spüren, ohne ihn zu kontrollieren. Einatmen: Wir nehmen wahr, wie frische Luft in den Körper strömt. Und mit ihr neue Energie. Unser innerer Raum weitet sich. Ausatmen: Ganz von allein kommt die Gegenbewegung; etwas löst sich und fließt hinaus. Altes geht und Neues kommt: Der Rhythmus unseres Lebens, allen Lebens auf der Welt. Tun und lassen, geben und nehmen, arbeiten und ruhen. Nach drei Minuten ist unser Herz weiter geworden, wir fühlen uns stärker und ruhiger. Und mehr verbunden mit uns selbst.

Herzlichst,

Ihre Pfarrerin Erika Eckhardt
Marburg

 

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