Kreis Gießen (red). Lämmer, Kinderlachen und die frische Frühlingsluft mit einer Prise Kuhdung: Das alles ist für Landwirtin Anne Häuser und ihre Familie Alltag auf dem Limeshof, doch für die Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule aus Holzheim etwas ganz besonderes. Im Rahmen der Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ konnten sie einen Vormittag lang einen typischen Hoftag miterleben.

Auf viele Fragen wie „Wo kommen Käse, Brot und Butter für unsere Käsestulle eigentlich her und wie werden sie hergestellt?“ konnten die Kinder Antworten bekommen. Dort hatten sie sogar die Möglichkeit, eigene Butter und „Samenbomben“ für Wildblumen herzustellen, und durften auch bei der alltäglichen Hofarbeit mithelfen. Landwirtin Anne Häuser erklärte den jungen Gästen die Arbeit und überreichte ihnen am Ende der Veranstaltung ein Zertifikat über die Patenschaft für eine Blühwiese.

Eine Wertschätzung für die Arbeit regionaler Erzeuger

Als kleines Dankeschön und für weitere Informationen überreichte auch Landrätin Anita Schneider zusammen mit der Leiterin der Abteilung für den ländlichen Raum, Margot Schäfer, den Kindern Baumwolltaschen mit Material rund um das Thema „Bauernhof als Klassenzimmer“.

Zusammen mit der Abteilung für den ländlichen Raum möchte Landrätin Schneider die Initiative, die dank der zwölf teilnehmenden Betriebe im Landkreis Gießen realisiert wird, weiter stärken. „Deshalb suchen wir das Gespräch mit den Betrieben, den Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften.“ Denn es sei wichtig, den Kindern und Jugendlichen schon früh ein realistisches Bild der täglichen Arbeit auf dem Hof im Stall und auf dem Feld zu vermitteln. „Ich bin überzeugt, so kann Wertschätzung für diese Arbeit vermittelt werden und mehr Bewusstsein für das Thema Landwirtschaft und Ernährung entstehen.“ Ein Dankeschön der Landrätin ging stellvertretend für alle teilnehmenden Betriebe an Anne Häuser für ihre engagierte Arbeit. „Es ist schön zu sehen, dass solche Unterrichtseinheiten den Kindern viel Spaß bereiten.“

Margot Schäfer verweist auf die große Resonanz: „Pro Betrieb gibt es jährlich durchschnittlich 49 Besuche.“ Betreut wird die im Jahr 2000 ins Leben gerufenen Aktion von der Abteilung für den ländlichen Raum der Landkreise Gießen und Lahn-Dill-Kreis.

Bei der Kontaktaufnahme mit den landwirtschaftlichen Betrieben in der Region hilft Jutta Garth von der Abteilung für den ländlichen Raum der Kreise Gießen und Lahn-Dill unter Telefon 06441 407-1762 oder E-Mail: jutta.garth@lahn-dill-kreis.de. Interessierte sollten beachten, dass die landwirtschaftliche Produktion naturgemäß witterungs- und saisonabhängig ist. Weitere Informationen zu dem Projekt und viele Tipps und Materialien gibt es beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) Wiesbaden unter www.bak/hessen.de.

 

Foto: LK Gießen