Mittelhessen (klk/red) – Die Künstlerin Christine Bender aus Villingen zeigt unter dem Titel „Die Sprache der Pferde” noch bis 2. Juni eine beeindruckende Auswahl ihrer Werke im Museum im Vorwerk in Ulrichstein. Bei der feierlichen Vernissage sprach der ehemalige Leiter des Hessichen Landgestüts in Dillenburg, Bert Petersen, einführende Worte.

Christine Bender, in Bitterfeld geboren, wohnt und arbeitet heute in ihrem Atelier in Hungen-Villingen. Sie studierte Malerei bei Michael Siegel, Meisterschüler und Dozent am Städel, der Staatliche Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main. Eine ganz besondere Beziehung hat Christine Bender zu Pferden. „Sie sind meine Wegbegleiter von Kindheit an”, erinnert sich die Malerin, die für ihre Arbeiten bereits mit mehreren Kunstpreisen ausgezeichnet worden ist.
Jahrzehnte lang betrieb sie mit ihrer Familie Pferdezucht. Und noch heute befinden sich Pferde auf ihren Weiden am Rande des Hungener Ortsteils Villingen. Fast täglich beobachtet die Malerin Verhaltensweisen innerhalb der Herde. Dabei entstehen viele Studien und Skizzen auf ihren Weiden und in Gestüten verschiedener Pferderassen in der Umgebung.
Ihren großformatigen Gemälden merkt man förmlich an, welche Faszination die Ausstrahlung und die Sensibilität von Pferden auf Christine Bender ausüben. Über ihre Arbeiten scheint sie mit den edlen Tieren in einen ganz eigenen Dialog zu treten.
In ihren meist in Acryltechnik auf Leinwand gemalten Bildern zeigt sich aber auch die Vielfalt der Emotionen, die sie beim Malen empfindet.
Für Bert Petersen, der sich als Landesstallmeister intensiv mit Pferden auseinandergesetzt hat, ist die Sache klar: „Pferde sind die Lebewesen, in deren Seele sich die Malerin Christine Bender am besten hinein fühlen kann. Und sie lässt den Bildbetrachter an ihrem empfindsamen Zugang zu diesem mit dem Menschen symbiotisch verbundenen Geschöpf teilhaben.”
In ihrer Ausstellung „Die Sprache der Pferde” lässt die Malerin auch uns teilhaben an der Magie der Pferde: Christine Bender flüstert nicht mit Pferden, in ihren großformatigen Bildern lässt sie Pferde sprechen.

Die Ausstellung „Die Sprache der Pferde” ist noch bis 2. Juni im Museum im Vorwerk in Ulrichstein zu sehen. Öffnungszeiten: jeweils Freitag und Samstag von 13 bis 16 Uhr sowie sonntags von 13 bis 17 Uhr.

Foto: Wolfram Bender