Kreis Gießen (red). Geht der Deutsche Kita-Preis 2020 in den Landkreis Gießen? Die Chancen stehen gut, denn gleich zwei Kitas und eine Initiative aus der Region sind jetzt eine Runde weiter. Insgesamt hatten sich mehr als 1.500 Kitas und Initiativen um die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung initiierte Auszeichnung beworben. 

Die Gießener „AWO Kita und Familienzentrum Marshallstraße“ und der „Waldkindergarten Lich e.V. „Waldfüchse““ aus Lich gehören zu insgesamt 25 Einrichtungen aus ganz Deutschland, die für eine Auszeichnung in der Kategorie „Kita des Jahres“ nominiert sind. Auch unter den 15 Nominierten in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ gibt es Anwärter aus dem Landkreis Gießen: Das Biebertaler „Förderbündnis Familienzentrum Königsberg“ hat es erneut in die nächste Runde geschafft. 2019 ist diesem Team sogar der Einzug ins Finale des Deutschen Kita-Preises gelungen. 

Alle drei Nominierten haben jetzt die Chance auf eine Auszeichnung: Insgesamt zehn Preise werden im Mai 2020 vergeben – fünf in der Kategorie „Kita des Jahres“ und fünf in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“. Eine Kita und ein lokales Bündnis werden dann mit jeweils 25.000 Euro prämiert, vier weitere Einrichtungen und vier weitere Initiativen werden 10.000 Euro erhalten. Darüber hinaus wird eine Kita mit dem Eltern-Sonderpreis geehrt. 

Und so geht es für die Anwärter aus dem Landkreis Gießen weiter: Die beiden nominierten Kitas dürfen ihre Stärken jetzt umfassend präsentieren, indem sie weitere Unterlagen einreichen. Das Bündnis aus Biebertal bekommen die Gelegenheit, seine Aktivitäten in Telefoninterviews genauer vorzustellen. Im weiteren Auswahlprozess schauen die Organisatoren zum Beispiel darauf, wie die Nominierten die Bedürfnisse von Kindern in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen oder wie Eltern in den betreffenden Einrichtungen und Initiativen mitwirken können. Außerdem wird beurteilt, inwiefern die ausgewählten Kita- und Bündnisteams aus ihren Erfahrungen lernen und wie sie mit Institutionen aus der umliegenden Region oder aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft kooperieren, um allen Kindern die bestmöglichen Bildungsbedingungen bieten zu können. 

Welche der nominierten Kitas und Bündnisse weiterkommen, entscheidet sich Ende des Jahres. Dann werden die Organisatoren zehn Kitas und zehn Bündnisse verkünden, die ins Finale des Deutschen Kita-Preises einziehen. Diese werden dann von Experten und Expertinnen des Deutschen Kita-Preises besucht und begutachtet. Wer auf der Preisverleihung im Mai 2020 in Berlin schließlich eine Trophäe erhalten wird, entscheidet eine unabhängige Jury. Welche Kita mit dem Eltern-Sonderpreis ausgezeichnet wird, können Internetnutzer im April 2020 in einem öffentlichen Online-Voting bestimmen. 

Der Deutsche Kita-Preis wurde 2018 erstmals vergeben. Er ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Gisela-Sdorra-Stiftung, der Karg-Stiftung, dem Eltern-Magazin und dem Didacta-Verband.

Alle Informationen zum Deutschen Kita-Preis und zur Auswahl der Preisträger finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de.

Foto: MAZ-Archiv