Einen Garten zum Glück

 

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Erntedankfest kann ein Zeichen setzen, gegen die Gedankenlosigkeit, mit der wir modernen Menschen in die vollen Regale im Supermarkt greifen, in der Meinung: alles sei selbstverständlich. Das ist es nicht.

Millionen Menschen hungern auf der Welt. Die Älteren können sich sicher noch erinnern, dass das tägliche Brot keineswegs selbstverständlich war, sondern ein Glück.

Um Erntedank bewusst und von Herzen begehen zu können, ist es nötig, dass der Mensch eine Beziehung zum Boden, zum Acker hat, an dem man säen und ernten selbst erlebt.
Diesen Umgang mit dem Boden haben heute, auch in der Landwirtschaft, nur noch wenige Menschen.

Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Gib einem Mann eine Flasche Wein und er ist einen Tag lang glücklich. Gib einem Mann eine Frau und er ist ein Jahr lang glücklich. Gib ihm einen Garten und er ist sein Leben lang glücklich.“
Ein Leben lang glücklich mit einem Garten, ob an dieser Weisheit etwas dran ist, können nur die beurteilen, die einen Garten haben und lieben. Was können wir aber vom Garten lernen? Geduld, warten können.

Dankbarkeit, mit der wir die Früchte ernten können und auch mit anderen teilen. Erntedank erinnert uns immer wieder: „Alle gute Gabe, kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt und hofft auf ihn.“

Ich wünsche Ihnen das Glück mit einem Garten und das Nachdenken darüber, dass nichts selbstverständlich ist.

Ihre Brigitte Pandikow,
Wohratal-Halsdorf

 

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