Hermine Krug feiert 100. Geburtstag

 

Giessen (ty) – Mit einer Huasnoatotara, dem Stammeszeichen der Egerländer, auf der Geburtstagstorte überraschte Enkelin Diana zum 100. Geburtstag Hermine Krug im Johannesstift. Dort lebt die in Hesselsdorf im Kreis Tachau im heutigen Tschechien geborene Jubilarin erst seit Mitte des vergangenen Jahres. Bis dahin konnte sie ihren Haushalt im Rabenweg noch eigenständig führen. Und weil Hermine Krug, geb. Dobner, das mittlerweile noch einzige lebende Gründungsmitglied der Egerländer Gmoi Gießen ist, ließen es sich Vorsitzende Ingrid Paulus und Vorstandsmitglied Hermann Thomé nicht nehmen um Hermine Krug in Karlsbader Tracht zu gratulieren.

Karlsbader Tracht

1952 wurde die Gießener Gmoi bereits gegründet und Hermine Krug war mit dabei. Auch heute noch ist die Jubilarin ihrer Heimat im Egerland immer noch sehr verbunden. „Ich bin in einem Wirtshaus aufgewachsen, und dort wurde immer gesungen”, erinnert sie sich lachend und demonstriert auch gleich zur großen Freude der zahlreich erschienenen Gratulantenschar, wie viel Freude der Gesang ihr auch heute noch bereitet.

Die Karlsbader Tracht weckte zudem auch Erinnerungen an ihre Kinderzeit, denn in einem Hotel in Karlsbad hatte sie einst den Beruf einer Kaltmamsell gelernt. Darunter versteht man in der Gastronomie und Hotellerie die Berufsbezeichnung für eine Angestellte, die für kalte Speisen und Buffets – die Kalte Küche – zuständig ist. Später arbeitete sie als Hausdame bei einer Familie in Amsterdam.

Grabe-Bolz gratuliert

Mit 98 Jahren hat Hermine Krug nochmals ihre Heimat mit Sohn und Enkelin besucht. Zur dortigen Verwandtschaft besteht ein enger Kontakt. In Oberösterreich haben Hermine und ihr bereits verstorbener Ehemann Heinrich oft ihre Ferien verbracht und beim Cousin in der Landwirtschaft geholfen. Und so nahmen auch diese gerne den Weg nach Gießen auf sich, um Hermine Krug zu gratulieren.

Zum Kreis der Gratulanten zählten auch Sohn, zwei Enkelinnen und zwei Urenkelinnen sowie Oberbürgermeisterin Dietlinde Grabe-Bolz. Und dass Hermine Krug ihre Heimatsprache nicht verlernt hat, stellte sie eindrucksvoll im Gespräch mit der Gmoi-Vorsitzenden unter Beweis.

Ingrid Paulus (l.) und Hermann Thomé (r.) gratulieren Hermine Krug zum 100. Geburtstag.       Foto: ty

 

Kommentar Funktion geschlossen.