Mein Name, dein Name, Doppelname – Was bei Ehenamen alles erlaubt ist und was nicht

 

Brautpaar_by_Rolf Handke_pixelio.de

Mittelhessen (red) – Verliebt, verlobt, aber noch immer nicht verheiratet? Dabei bietet sich der Wonnemonat Mai doch geradezu an, wenn es um das lebenslange Versprechen vor dem Traualtar geht. Wer heiratet, steht auch vor der spannenden Frage nach dem Ehenamen. Man möchte sich vielleicht nicht vom eigenen Namen trennen oder hat andere gute Gründe, den Namen zu behalten. So will man beispielsweise den mühsam aufgebauten guten Ruf, der hinter dem Namen steht, nicht verlieren. Gut für jeden, denn niemand ist verpflichtet, bei der Eheschließung einen gemeinsamen Ehenamen auszuwählen. Man kann auch den bisherigen Namen weiterführen. ARAG Experten nennen die wichtigsten Regeln zur Namensgebung nach der Hochzeit.

 

Gemeinsamen Ehenamen wählen
Falls man sich für einen gemeinsamen Ehenamen entscheidet, hat man bei der standesamtlichen Trauung verschiedene Möglichkeiten der Namensauswahl:

• Geburtsname der Frau zum Beispiel: Petra Meier, geborene Busch, heiratet Herrn Schmidt. Als Ehename darf „Busch“ bestimmt werden.

• Geburtsname des Mannes zum Beispiel: Karsten Winter-Kraus (Name auf seiner Geburtsurkunde = Karsten Winter) heiratet Frau Müller. Als Ehename darf „Winter“ bestimmt werden.

• Nachname der Frau/des Mannes zum Zeitpunkt der Eheschließung zum Beispiel: Jenny Kraus, geborene Meyer, heiratet Herrn Haas in zweiter Ehe. Als Ehename darf „Kraus“ bestimmt werden. Ebenso können aber auch „Meyer“ oder „Haas“ als Ehenamen gewählt werden.

Begleitnamen wählen
Der Ehegatte, dessen Namen nicht zum Ehenamen wurde, kann seinen Geburtsnamen oder den gegenwärtig geführten Namen dem gemeinsamen Ehenamen voranstellen oder anfügen. Beispiel: Frau Meyer und Herr Kraus heiraten und wählen „Meyer“ als Ehenamen. Der Mann kann seinen Namen „Kraus“ als Begleitnamen führen, das heißt, sich „Meyer-Kraus“ oder „Kraus-Meyer“ nennen. Der Ehegatte, dessen Name Ehename geworden ist, darf jedoch keinen Begleitnamen führen. In dem oben genannten Beispiel darf sich Frau Meyer, da ihr Name als Ehename bestimmt wurde, also nicht wie ihr Mann „Meyer-Kraus“ oder „Kraus-Meyer“ nennen.

Dreifachnamen unzulässig
Das hat das Bundesverfassungsgericht am 5. Mai 2009 festgelegt. Es sei das gesetzgeberische Ziel, lange und impraktikable Familiennamen wie „Meier-Schumacher-Albrecht“ zu verhindern (Az.: 1 BvR 1155/03).

Und die Kinder?
Hat man einen gemeinsamen Ehenamen bestimmt, erhalten die Kinder diesen als ihren Geburtsnamen. Wenn kein Ehename bestimmt wurde oder die Eltern nicht miteinander verheiratet sind, aber das gemeinsame Sorgerecht haben, kann entweder der Nachname des Vaters oder der Mutter als Nachname des Kindes ausgewählt werden. Diese Namensauswahl gilt dann auch für die weiteren Kinder. Sie können also nicht im Sinne einer gerechten Verteilung dem ersten Kind den Namen des Vaters und dem zweiten Kind den Namen der Mutter geben. Führen die Eltern keinen Ehenamen und steht die elterliche Sorge nur einem Elternteil zu, so erhält das Kind den Namen, den dieser Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes führt.

 

Der schönste Tag vereint.  Foto: Rolf-Handke_pixelio.de

 

 

 

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