Neuer Mut und Motivation bei Nachhilfe besonders wichtig

 

Wir bedanken uns bei den Teilnehmern für die finanzielle Unterstützung dieser Informationsveranstaltung.

Mittelhessen (red) – Die Zeugnisse stehen vor der Tür. Nicht immer entsprechen diese den Erwartungen. Für manche sind sie gar sehr enttäuschend. Dabei wäre bei der richtigen Förderung ein deutlich besseres Ergebnis möglich. Anlässlich unserer Telefonaktion zum Thema „Lernschwierigkeiten” gaben die Experten Ute Janich (Abacus-Nachhilfeinstitut Harich), Jörg Reisloh (Nachhilfe PISA) sowie Dr. Friederike Schriever (LOS) unseren Lesern Antworten auf die vielfältigen Fragen. Hier Beispiele:

Frage einer Mutter: „Meine Tochter ist in der sechsten Klasse und kommt mit Mathematik nicht mehr gut zurecht. Sie hat keine Lust mehr zum Lernen und schreibt immer schlechtere Noten. Was können wir tun?”

Jörg Reisloh (PISA): „Es ist bereits hilfreich, dass Sie sich diese Frage stellen, denn Ihre Tochter spürt es, dass sie ihre Gefühle ernst nehmen. Gezielte Nachhilfe wäre nun eine sinnvolle Ergänzung, denn wir können helfen, die Wissenslücken zu schließen und den aktuellen Stoff besser zu verstehen. Und Erfolg macht dann auch wieder Lust aufs Lernen. So ist es auch nicht erstaunlich, dass den meisten unserer Schüler/innen unser Nachhilfeunterricht Spaß macht.”

 

Eine andere Mutter fragte: „Unsere Tochter besucht das Gymnasium. Sie ist schon in der 9. Klasse. Hat da eine Förderung zur Behebung ihrer Rechtschreibprobleme überhaupt noch Sinn?”

Dr. Friederike Schriever (LOS): „Viele Kinder erleben beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium einen deutlichen Leistungsabfall im Fach Deutsch und oftmals auch in den Fremdsprachen. Je eher durch zusätzliches Üben die Defizite abgebaut werden, desto besser. Natürlich kann eine Förderung auch in den höheren Klassen noch äußerst hilfreich und sinnvoll sein. Gerade Gymnasiasten erfahren in Klausuren oft, dass die Bewertung ihres Wissens durch die Einbeziehung ihrer orthographischen Leistungen beeinträchtigt wird, d. h. die Zensur schlechter ausfällt. Damit sollten Sie sich nicht abfinden.

Es kommt deshalb darauf an, die Probleme Ihrer Tochter in der Rechtschreibung genau zu diagnostizieren, um sie mit erprobten wissenschaftlichen Methoden und Lehrmitteln gezielt zu beheben oder sie zumindest reduzieren zu können. Dazu müssen alle Anforderungen an dem Könnensstand Ihrer Tochter ausgerichtet werden, damit Über- oder Unterforderungen vermieden werden. Das könnte sonst demotivierend sein. Ihre Tochter muss spüren, dass ihr die zusätzlich investierte Zeit und Mühe helfen, Sicherheit in der Rechtschreibung zu gewinnen, dass sie Übungen absolviert, die sie braucht. Sie muss aktiv und einsichtig den Lernprozess mitgestalten.

Jugendliche befinden sich in einer Entwicklungsphase, die von emotionalen Schwankungen geprägt ist. So ist es auch bei Gymnasiasten häufig notwendig, an die Einsicht zu appellieren, die zusätzliche Übungszeit optimal zu nutzen. Die Motivation ist wichtig. Deshalb ist eine Lernatmosphäre günstig, in der ein lernförderliches Verhalten durch Verständnis, gegenseitige Achtung und Vertrauen gefördert wird. Im LOS erreichen wir dies durch leistungs- und altershomogene Gruppen, da sieht Ihre Tochter, dass sie nicht allein damit ist, auch andere Schüler aus höheren Klassen haben Rechtschreibprobleme.”

 

Eine Frage an Pädagogin Ute Janich vom ABACUS-Nachhilfeinstitut betra++f den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Viele Eltern sind verunsichert und wissen nicht, was die beste Entscheidung für ihr Kind ist. Generell , so Ute Janich, sollte ein Kind, das sich nicht alleine hinsetzt um selbständig Hausaufgaben zu machen und das keine guten bis sehr guten Noten nach Hause bringt, eher eine Gesamtschule oder eine Realschule besuchen. „Eltern unterschätzen häufig die Anforderungen, die mit dem Besuch des Gymnasiums an das Kind gestellt werden. Schafft ein Kind es dann nicht, diese Anforderungen zu erfüllen, ist dies ein sehr bedrückendes Erlebnis und kann zu Minderwertigkeitsgefühlen führen. Besser ist es daher, Erfolgserlebnisse in einer anderen Schullaufbahn zu sammeln und dann später hierauf aufzubauen.” Ute Janich hebt hervor, dass unser Schulsystem heute so aufgebaut ist, dass ein Schüler immer nach dem Erreichen eines Bildungsabschlusses eine höhere Schulform besuchen kann. So kann ein Schüler z. B. nach dem Realschulabschluss immer noch das allgemeinbildende Gymnasium, das berufsbildende Gymnasium oder die Fachoberschule besuchen.

 

Dr. Friederike Schriever. 

 

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