(red) – Ob zuhause, im Büro, in der U-Bahn – es kann jeden treffen. Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise bis zu 100.000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch obwohl jeder helfen könnte, tun es die wenigsten, dabei ist es gerade bei einem Herzstillstand schnelles Handeln unerlässlich.

In der „Woche der Wiederbelebung” vom 17.-23. September unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Jens Spahn soll aufgeklärt und motiviert werden, wie jeder mit den drei Schritten „Prüfen. Rufen. Drücken!“ helfen kann: Reaktion und Atmung checken, Notruf 112 wählen und die Herzdruckmassage sofort beginnen. Bei letzterem hilft der Discobeat von „Stayin` Alive“ von den BeeGees oder „Rock Your Body“ von Justin Timberlake – der Ersthelfer muss in der Mitte des Brustkorbs des Patienten mindestens 100mal pro Minute fest drücken.

„Nur durch die umfassende Information der Bevölkerung kann die Zahl der durch Herzstillstand bedingten Sterbefälle zurückgehen. Eine solche Patientenaufklärung unterstützen wir auch mit unseren Filmen!“, erklärt Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von TV-Wartezimmer. Europas größtes Gesundheits-TV-Netzwerk zeigt in dem Patientenfilm „Reanimation“, wie auch Laien mit der Situation bei einem Herzstillstand richtig umgehen können. „Unser Kooperationspartner TV-Wartezimmer hat den so wichtigen Film ´Reanimation` mit Unterstützung unserer fachlichen Expertise produziert. Denn leider scheuen sich zu viele Menschen aus Angst, bei einem Herzstillstand zu helfen. Obwohl bei dessen Behandlung nicht die medizinische Perfektion, sondern die schnellstmögliche Reanimation und Defibrillation zählt. Denn dabei kann man nichts falsch machen. Nur nichts tun, ist falsch“, erklärt Dr. Manju Guha, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR).

Wer Zugang zu einem öffentlichen Defibrillator hat, setzt diesen zusätzlich ein – er kann bei bewusstlosen Personen ab acht Jahren und mindestens 35 kg Körpergewicht angewendet werden. Das Gerät ermittelt den Herzrhythmus und unterbricht lebensgefährliches Kammerflimmern durch Elektroschocks. Sprachanweisungen helfen mit allen notwendigen Hinweisen bei der Nutzung eines automatischen Defibrillators weiter.

Auch 2018 lautet das Motto der „Woche der Wiederbelebung” erneut „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation” – eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. in Kooperation mit dem German Resuscitation Council sowie der Stiftung Deutsche Anästhesiologie. (Quelle: tv-wartezimmer.de)

 

Bei einem Herzstillstand muss schnell gehandelt werden. Nur nichts tun ist falsch!                                      Foto: TV-Wartezimmer