Tom Mutters – auf den Spuren eines wahren Helden

 

Gießen (red) – In den 50er Jahren wurden geistig behinderte Menschen noch als „Schwachsinnige” oder „Idioten” denunziert, abgestempelt und in Heimen verwahrt. Tom Mutters nahm sich der Situation an und bewegte ungeheuer viel. Er gründete die Lebenhilfe, die Behinderten in ganz Deutschland ein würdiges Leben ermöglicht.

Die Gießener Journalisten Klaus Kächler und Markus Becker haben die Geschichte dieses ungewöhnlichen Menschen aufgeschrieben, den man mit Fug und Recht als einen Wohltäter der Menschheit bezeichnen kann. In der Ricker‘schen Buchhandlung in Gießen stellten die Autoren ihr Buch „Tom Mutters – Pionier, Helfer, Visionär” vor.

Der 1917 geborene Mutters kam 1949 als Flüchtlingshelfer der Vereinten Nationen nach Marburg. Während seiner Arbeit stieß er auf die Situation geistig behinderter Kinder, die in der Dunkelheit unwürdiger „Verwahranstalten” mehr vegetierten als lebten. Mutters setzte sich ab diesem Moment dafür ein, dass Menschen mit Behinderung ihren Platz in unserer Gesellschaft finden konnten. Dabei hatte der Visionär unfassbare Hindernisse zu überwinden. Die beiden Autoren lasen Ausschnitte aus ihrem Buch vor und erzählten von der Faszination, die Mutters, der in diesem Jahr mit 99 Jahren in Marburg gestorben ist, auf sie ausgeübt hatte. Drei Jahre recherchierten sie und sprachen häufig mit Mutters, der bis zu seinem Tod geistig vollkommen klar war.

Die spannende Biografie „Tom Mutters – Pionier, Helfer, Visionär” ist im Daedalus-Verlag erschienen und in der Ricker´schen Universitäts-Buchhandlung sowie im Buchhandel und in den Geschäfts stellen der MAZ und des Gießener Anzeigers zu haben, 176 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Hardcover, ISBN 978-3-89126-239-9, Preis: 19,95 Euro.

 

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