„Tour der Hoffnung“ erradelt Rekordsumme

 

Gießen (ty) – 2,3 Millionen Euro an 49 Einrichtungen und Vereine wurden bei der großen Spendenfeier der „Tour der Hoffnung” im Hermann-Levi-Saal des Gießener Rathauses überreicht.

Die 34. „Tour der Hoffnung 2017″ erwies sich als Rekordveranstaltung, denn erst zum zweiten Mal in der, seit 1983 stattfindenden Benefizaktion, konnte die Zwei-Millionen-Euro-Marke übertroffen und ein neuer Spendenrekord erzielt werden. Wie der Gründer und Kuratoriumschef Prof. Dr. Fritz Lampert bei der Spendenübergabe betonte, sei er sichtlich überwältigt von diesem einzigartigen Spendenergebnis. „Gibt es was schöneres als am Ende des Jahres die Früchte der Tour zu überreichen?”, fragte Lampert.

Zu den Begünstigten gehörte auch das Zentrum für Kinderheilkunde Gießen, für das Dr. Barbara von Zezschwitz 40.000 Euro entgegennehmen konnte. Weiterhin gehen auch 20.000 Euro an den Rollstuhlsportverein Lahn-Dill in Wetzlar.

In 34 Jahren konnten somit fast 37 Millionen Euro erradelt werden. Die 34. Benefiz-Radtour führte in diesem Jahr die 190 Hoffnungsradler, 40 Helfer und 14 Fahrzeugen über eine 273 Kilometer lange Strecke in Hessen, Berlin und Brandenburg. Der 58 Kilometer lange Prolog fand traditionell in Gießen statt und führte über Lollar, Fernwald, Buseck, Lich und Pohlheim, während die Tour anschließend durch Berlin und Brandenburg mit Stopp beim Bundeskanzleramt „durch das Herz der Bundeshauptstadt” rollte und der Tour-Familie laut Organisationschef Gerhard Becker „einige geschichtsträchtige, kulturelle und gesellschaftliche Highlights” bescherte.

Becker begrüßte unter den zahlreichen prominenten Gästen ganz besonders den Kapitän des Fahrerfeldes, den vierfachen Querfeldein-Weltmeister Klaus-Peter Thaler, Schirmherrin Petra Behle, Box-Weltmeister Henry Maske, Ellen Wessinghage und Alois Stöcklin, die beiden Sportmoderatoren Dieter Kürten und Werner Damm. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem langjährigen sportlichen Tourleiter Volker Klein. „Zwei Personen möchte ich ganz besonders danken, die sportlichen Leiter Dr. Mathias Rinn und Karsten Koch. Sie haben nicht nur die sportliche Leitung übernommen, sondern auch maßgeblich dazu beigetragen, das große Schiff, unsere Tour, auf Kurs zu halten”. Nicht unerwähnt ließ der Tour-Organisator, dass einmal mehr die Mitarbeiter der Kämmerei der Universitätsstadt Gießen darüber wachten, dass „alle Spenden bis auf den letzten Pfennig den begünstigten Kinderkliniken zugutekommen.”

Für die Spendenverteilung zeichnete das Medizinische Kuratorium mit Prof. Dr. Lampert, Dr. Gisela Laske aus Berlin und Prof. Dr. Jochen Harbott aus Gießen verantwortlich. Für die nach vielen Jahren ausgeschiedenen Prof. Dr. Winfried Gassmann aus Siegen und Dr. Gisela Laske aus Berlin rücken Prof. Jochen Harbott aus Gießen und Dr. Jutta Hammermann aus Dresden nach.

Wie Becker bei der Überreichung der Spendenschecks betonte, konnten „seit Beginn der Tour in 1983 über 34 Millionen Euro für Forschungslabore und Kinderkliniken im In- und Ausland zur Heilung krebs- und leukämiekranker Kinder gesammelt werden. Die Tatsache, dass die Heilungschancen für die Kinder immer mehr besser werden, sollte in uns allen Dankbarkeit und Hoffnung hervorrufen”.

Den höchstdotierten Scheck über 240.000 Euro erhielt die Kinderklinik Heidelberg, verbunden mit dem Hinweis, dass im kommenden Jahr die 35. Tour der Hoffnung in Hessen und Baden-Württemberg vom 8. bis 12. August rollt. „Zwei Tage in Hessen und der dritte Tag von Hessen nach Baden-Württemberg zur Kinderklinik Heidelberg”, so Becker. Musikalisch umrahmten Geiger Robert Varady, Pianistin Iryna Varady, junge Musiker der Musikschule „MusicCamp” sowie die Wettenberger Sängerin Nora Schmidt und Saxophonvirtuose Stephan Geiger mit Weihnachtsliedern die feierliche Spendenübergabe.

 

Freude über die tatkräftige Unterstützung.    Foto: ty

 

Kommentar Funktion geschlossen.