Zahl der Handwerksbetriebe sinkt

 

Mittelhessen (red) – Die Zahl der hessischen Handwerksbetriebe ist leicht zurückgegangen: Insgesamt 74.276 Betriebe verzeichneten die drei hessischen Handwerkskammern am Stichtag 31. Dezember 2017 und damit einen leichten Rückgang um 141 Betriebe (-0,2 Prozent). Ursächlich hierfür ist der Rückgang um 255 Betriebe (-0,6 Prozent) bei den zulassungspflichtigen Handwerken, zu deren Ausübung grundsätzlich der Meisterbrief erforderlich ist. Deren Zahl fiel erstmals unter die Marke von 40.000 Betrieben. Demgegenüber gab es leichte Zuwächse sowohl bei den zulassungsfreien Handwerken (+20 Betriebe bzw. +0,1 Prozent) als auch den handwerksähnlichen Gewerken (+94 Betriebe bzw. +0,8 Prozent), deren Gesamtzahl auf fast 34.500 Betriebe gestiegen ist.

„Die aktuelle Entwicklung der Betriebszahlen belegt den Strukturwandel im hessischen Handwerk. Während der schon seit Jahren festzustellende Rückgang der zulassungspflichtigen Handwerke sich weiter fortsetzt, ist bei den zulassungsfreien Handwerken eine deutliche Konsolidierung eingetreten”, erklärt der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, Bernhard Mundschenk.

Starke Unterschiede

Die meisten Betriebsabgänge bei den zulassungspflichtigen Gewerken sind bei den Metallbauern (-49 Betriebe), Fleischern (-42) und Tischlern (-39) festzustellen; Maurer und Betonbauer legten hingegen zu (+31). Unter den zulassungsfreien Handwerken kam es zu deutlichen Betriebsabgängen bei Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern (-159) und Gebäudereinigern (-65), jedoch zu Betriebszugängen bei Fotografen (+160) und Maßschneidern (+40). In den handwerksähnlichen Gewerken sticht die gestiegene Betriebszahl an Kosmetikern (+257) weit hervor, während Betriebe für den Einbau von genormten Baufertigteilen und des Holz- und Bautenschutzgewerbes (-59) abgenommen haben.

Recht erhebliche Unterschiede gab es auch zwischen den einzelnen Kammerbezirken. Während die Gesamtzahl der Handwerksbetriebe in den Handwerkskammern Wiesbaden (+173 Betriebe bzw. +0,7 Prozent) und Kassel (+42 Betriebe bzw. +0,3 Prozent) zunahmen, gab es umgekehrt im Bezirk der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main einen Rückgang um 356 Betriebe bzw. 1,1 Prozent.

 

Die Entwicklung belegt den Strukturwandel im hessischen Handwerk.     Foto: I-vista  / pixelio.de

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